Unser Kinderschutzkonzept
Einleitende Gedanken
Wo Menschen miteinander in Beziehung treten, besonders in unterschiedlichen Altersstufen, ist es wichtig zu definieren, wie Nähe und Distanz gelebt und wie gemeinsam ein offenes und vertrauensvolles Klima gestaltet werden kann.
Deshalb wird im RhythmikStudio, getragen vom Verein für rhythmisch-musikalische Erziehung, der Schutzauftrag sehr ernst genommen und es werden klare Schritte zur Prävention gesetzt.
Dieses Konzept soll deutlich machen, dass Schutz vor Übergriffen, Transparenz und Bewusstseinsbildung bei den KursleiterInnen, den KursteilnehmerInnen und deren Erziehungsberechtigten im RhythmikStudio gelebt und ständig weiterentwickelt werden.
Achtsamkeit im RhythmikStudio
Alle KurleiterInnen, die im RhythmikStudio mit den Kindern und Jugendlichen arbeiten, sind ausgebildete Musik- und BewegungspädagogInnen. Dies ist ein wichtiges Kriterium, da die Erziehungsziele, die der Musik- und Bewegungspädagogik zugrunde liegen, die dialogische Unterrichtsform und den achtsamen Umgang miteinander, das Prinzip der Freiwilligkeit und damit auch die persönliche Abgrenzung in Übungs- und Spielsituationen aller Beteiligten voraussetzt. Die Reflexion des künstlerisch-pädagogischen Tuns im Rhythmik/Musik-und Bewegungsunterricht ist Voraussetzung für die Mitarbeit und wird in regelmäßigem Austausch im Team aber auch mit den Erziehungsberechtigten gepflegt.
Die KursteilnehmerInnen der Kurse sind 1x pro Woche im Kurs, dh die Kontaktmöglichkeiten miteinander in der Gruppe sind in dieser Zeit von Freude, Spiel und gemeinsamem Tun geprägt.
Die KursleiterInnen achten auf eine angemessene Nähe und Distanz zu den Kindern und Jugendlichen, sowohl durch externe Personen im Umfeld des Kindes als auch innerhalb des eigenen Teams.
Erkennen sie solche, wissen sie, wie sie Gefährdungen ansprechen und weitere Schritte setzen.
Erste Ansprechperson in Fällen von Grenzverletzungen ist die LeiterIn des RhythmikStudio. Darüber hinaus achten sie bei ihrer pädagogischen Arbeit darauf, dass Kinder und Jugendliche in ihrer Selbständigkeit, ihrer Selbstachtung und in der Vertretung ihrer Interessen und Bedürfnisse gestärkt werden.
Gemeinsam mit den KursteilnehmerInnen und deren Erziehungsberechtigten machen die KursleiterInnen das RhythmikStudio so zu einem Ort der kreativen Entfaltung, der Musizierfreude, der tänzerischen Ausdrucksmöglichkeit aber auch des sozialen, interaktiven Miteinanders, basierend auf gegenseitiger Wertschätzung und Transparenz.
Klärung der Begriffe
Grenzverletzungen können unabsichtlich verübt werden und/oder aus fachlichen bzw. persönlichen Unachtsamkeiten resultieren. Da sie nicht nur auf objektiven Kriterien beruhen, sondern ebenso auf der subjektiven Wahrnehmung von KursteilnehmerInnen, lassen sich im Kurs – und Trainingsgeschehen als Grenzverletzung empfundene Situationen nicht immer vollkommen vermeiden. Entscheidend ist jedoch, wie auf eine solche Situation reagiert wird.
Übergriffe unterscheiden sich von Grenzverletzungen dadurch, dass sie nicht zufällig oder aus Versehen passieren und nicht das Resultat einer fachlichen und/oder persönlichen Unzulänglichkeit sind. Sie geschehen bewusst und absichtlich. Kennzeichnend ist das Hinwegsetzen über Gesetze, gesellschaftliche und kulturelle Normen, Regelungen des RhythmikStudio und den Widerstand der Betroffenen. Sie sind Ausdruck einer respektlosen und grenzüberschreitenden Haltung anderen Personen gegenüber.
Diskriminierung beginnt dort, wo sich Menschen durch das Verhalten eines Gegenübers hinsichtlich ihrer Persönlichkeit, ihrer Kultur, ihres Geschlechtes oder ihrer äußeren Erscheinung herabgewürdigt fühlen und dadurch bei ihnen Unwohlsein und Minderwertigkeitsgefühle ausgelöst werden.
Machtmissbrauch beginnt dort, wo Menschen sich von einer höhergestellten Person aufgrund eines Arbeitsverhältnisses oder eines wie auch immer gearteten Abhängigkeitsverhältnisses gezwungen fühlen, unangemessenes Verhalten hinzunehmen oder sich selbst in einer bestimmten Weise zu verhalten.
Sexuelle Belästigung beginnt dort, wo Menschen Äußerungen, aber auch Blicke und Gesten eines Gegenübers als unangemessen, unangenehm oder bedrängend empfinden und ihre persönlichen Grenzen überschritten werden. Sexuelle Belästigung ist ein einseitiges, geschlechtsbezogenes Verhalten, das sich verbal, nonverbal oder physisch äußern kann. Es wird als einschüchternd, demütigend und verstörend empfunden.
Umgang mit Grenzverletzungen, Übergriffen und sexueller Belästigung im RhythmikStudio
Empfindet eine KursleiterIn, eine TeilnehmerIn oder dessen/deren Erziehungsberechtigte eine
Situation als Grenzverletzung, Übergriff, Diskriminierung oder Machtmissbrauch, ist diese Wahrnehmung ernst zu nehmen.
Wird sich das handelnde Mitglied des RhythmikStudios einer Grenzüberschreitung bewusst, ist es Ausdruck eines respektvollen und verantwortungsvollen Umgangs, sich unverzüglich zu entschuldigen, Verantwortung zu übernehmen und das entsprechende Verhalten sofort zu unterlassen. Eine Wiederholung ist konsequent zu vermeiden.
Bei sexueller Belästigung oder sexualisierten Übergriffen ist eine Entschuldigung allein nicht ausreichend. In diesen Fällen sind unverzüglich die zuständigen Ansprechpersonen des RhythmikStudios (z. B. die Leitung des Studios, Vertrauensperson, Kinderschutzbeauftragte*r) zu informieren. Zum Schutz der betroffenen Person sind umgehend geeignete Maßnahmen zu ergreifen. Die Vorfälle sind gemäß den studiointernen Regelungen sowie den gesetzlichen Vorgaben zu dokumentieren und weiterzuleiten.
Die betroffene Person entscheidet selbst, ob und in welcher Form ein klärendes Gespräch stattfinden soll. Meldungen dürfen für die meldende Person keinerlei negative Konsequenzen nach sich ziehen.
Kontaktmöglichkeit
- RhythmikStudio – Institut für musich-kreative Bildung
Kinderschutzbeauftragte Mag. Urd Anja Specht
Telefon +43 (1)513 39 13; +43 (0)660 653 85 21
E-Mail: studio.office@rhythmikstudio.at
- Kinder- und Jugendberatung
Telefon +43 5 1755-510
E-Mail: kinder.jugendberatung@ifs.at
- Polizeiinspektion Wien Mitte.
Invalidenstraße 2, 1030 Wien
Telefon:+43 1 31310 58327. Fax: +43 1 31310 58329.
E-Mail: PI-W-03-Wien-Mitte@polizei.gv.at