Rhythmikstudio, Institut für musisch-kreative Bildung Rhythmik - Musik - Bewegung - Tanz
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Institut für musisch-kreative Bildung
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Elterninfo im laufenden Kursjahr

Rhythmik-Elternabende

STUFE A-C (2-6 Jährige): 
Wintersemester: Mi , 10. Okt. 2018; 19-21h
Sommersemester:  Mi, 10. April 2019; 19-21h


künstlerische Klassen Rhythmical:


STUFE D-G
(6-14 Jährige) 
Wintersemester Mo, 15. Okt. 2018; 19-21h 
Sommersemester Mo, 11. März 2019; 19-21h

Unterrichtstermine Kursjahr 2018-2019   

ELTERNBRIEF zum Kursjahr 2017/18

Er ist wieder sehr umfangreich geworden und möchte Sie/Euch einladen, mit uns eine kleine Rückschau zu halten, was in den bisherigen nun bald 20 Unterrichtsstunden seit September in den Gruppen der 2-7 Jährigen so geschehen ist und wie die Gruppen aus unserer Sicht dastehen.
Elternbrief zum download

Die Kurse als „Jahreskurse“ von September - Juni

Kontinuität fördert langfristige Entwicklungs- und Lernprozesse: 

Wir haben beobachtet, daß sich differenzierte Entwicklungs- und Lernprozesse erst über einen längeren Zeitraum entfalten können. Daher  führen wir alle Kinderkurse über 1 ganzes Schuljahr mit 30 Unterrichtseinheiten.

Die Kontinuität der gemeinsamen Arbeit in der bestehenden Gruppe verstärkt die besondere Wirkungsweise der Dialogischen Pädagogik und zeigt dabei ihre individuell fördernde Wirkung.

Wir begleiten die Arbeit in den Kursen mit (nach Möglichkeit spontan entstehenden) Elterngesprächen vor und nach den Kursen manchmal auch telefonisch. Für die Zusammenarbeit und die individuelle Gestaltung des Kurses ist es sehr bereichernd, wenn wir über die Vorlieben und Abneigungen oder wichtige Ereignisse im Leben der Kinder etwas erfahren. Zusätzlich veranstalten wir 2 Elternabende im Kursjahr, an denen alle Kursleiter/Innen ihre Arbeit vorstellen und charakterisieren, um gemein­sam eine möglichst umfassende und individuelle Förderung Ihres Kindes zu erreichen. Bei den Elternabenden laden kurze prak­tische Auf­gaben und Spiele zum Kennenlernen und Erleben unserer Arbeitsweise ein, außerdem werden die Gruppen und ihre speziellen Gegebenheiten beschrieben.

NEU:  Da die Eltern der größeren Kinder nicht mehr in der Rhythmikstunde dabei sind, wollen wir, ermutigt durch öftere Nachfrage der Eltern und des Erfolges bei unseren Elternabenden, „Rhythmik für Eltern“ anbieten, bei denen Sie mehr von Rhythmik erfahren können, im Rahmen einer Rhythmikstunde für Erwachsene, als auch mithilfe eines kurzen Impulsreferates, das Sie hinter die Kulissen blicken lässt, was warum wann wie ... gemacht und geplant ist.

Darüber hinaus werden wir immer wieder nach Ankündigung die Eltern als Gäste in die Rhythmikstunde einladen, falls wir gerade etwas gespielt und gestaltet, musiziert, gemalt oder getanzt haben, das die Kinder Ihnen gerne zeigen möchten.

Aufbau der Rhythmik-Einheit, Spannungsverlauf

Eine Rhythmik-Einheit ins eingefasst von Begrüßungslied und dem Abschliedslied, die beides Spiellieder sind. Dazwischen werden Bewegungsphasen, Rätsel, Koordinationsspiele, gemeinsames Experimentieren und Gestalten, als auch eine Ruhephase zu finden sein.

Spannungsverlauf: Die Rhythmikeinheit schafft im zeitlichen Verlauf und in der Beschäftigung mit dem Wochenthema einen ständigen Wechsel an Konzentration versus Lockerung durch Bewegung, Aktionen in der Gesamtgruppe versus Beschäftigung mit dem Instrument/Material/Thema allein oder in der Kleingruppe, bewegungsintensive musikalische Spielsituationen versus Entspannung, ganz in Ruhe am Boden...

Spiel der Kinder

Die Aktivität, die die Kinder in der RhyhtmikStunde entwickeln bedeutet für die Kinder „Spiel“. Im Sinne von M. Montessori, die „Spielen als die Arbeit der Kinder“ bezeichnete, legen wir großen Wert darauf, dass Kinder die Inhalte in den Rhythmikstunden als Spiel erleben und sich somit freiwillig, motiviert und gelöst einbringen können.
Dies ist gleichsam die „Benutzeroberfläche“...

Methodisch-didaktischer Hintergrund, Lernziele

Dahinter verbirgt sich jedoch ein gut strukturiertes, sehr differenziertes methodisch-didaktisches Konzept, das mit größter Sorgfalt die Entwicklung der Gruppe und der einzelnen Mitglieder lenkt, begleitet und unterstützt und die Lernziele formuliert. Es wird dabei unterschieden wie die „Richtziele“ und die „Feinziele“ formuliert und beurteilt werden.

Die „Richtziele“ der jeweiligen Altersstufe werden in den großen Bogen eines 30 stündigen Jahreszyklus hineingelegt. Die „Feinziele“ werden in jeder Stunde der jeweiligen Gruppe bzgl des jeweiligen Kindes definiert.

Als Beispiel kann folgende Veranschaulichung dienen:

Für eine 4-5 Jährigen Gruppe ist es ein Lernziel, zwei vollkommen unterschiedliche musikalische Artikulationen zu erkennen und adäquat in Bewegung umzusetzen, im wechselnden Ablauf und anschließend zu einem vorher verabredeten Ort im Raum zurückzufinden, wenn die Musik zu Ende ist. Falls dabei ein Kind ist, das sich selbst noch schwer in der Bewegung „dosieren“ kann, also noch Schwierigkeiten hat von schnell/wild auf langsam/vorsichtig umzuschalten ohne sich auf den Boden fallen zu lassen, wird das Feinziel für dieses Kind bedeuten, diese Aufgabe zu bewältigen. Die Hilfestellung, die für dieses Kind gegeben werden kann wird in eine Spielsituation für alle Kinder „eingepackt“ indem Vorstellungsbilder angeregt werden (schnell/laut/wild = Dinosaurier, Kobolde o.ä.  zu langsam/leise/vorsichtig = Räuber, Geister o.ä.), die von den Kindern selbst gefunden und formuliert werden. Somit wird ein gemeinsamer Spielkonsens entwickelt, der aber speziell dem o.g. Kind hilft, die Spielaufgabe zu bewältigen. Ebenso kann verfahren werden, falls ein Kind sich an den verabredeten Ort zum Ende der Musik nicht erinnern kann.

Diese Arbeitsweise bringt mit sich, dass die gleichen Altersgruppen sich im Laufe des Schuljahres immer deutlicher voneinander unterscheiden, da die Individuen sich dabei ja unterschiedlich einbringen.

Die Rolle der Dynamik in der Rhythmik  als pädagogische Struktur
  • Die akustische Ebene oder auditiv geregelte Dynamik

Die selbstgemachte Musik die ich einbringe schafft Atmosphäre etwa zur Beruhigung & Sensibilisierung aber auch für das notwendige Austoben mit Anfang und Ende und sie ermöglicht den Kindern sich von ihr von einer Stimmung in eine andere begleiten zu lassen.

Die Kinder selbst machen Musik – ob sie das gemeinsame Ritual des Begrüßungs- oder Abschlußliedes vollziehen, sich mittels Geräuschen und Klängen unterhalten oder den Partner bzw. alle anderen mit „ihrer Musik„ in Bewegung setzen und dann wieder stoppen.

  • Die räumliche oder visuell-orientiert geregelte Dynamik:

Unsere Rhythmikmaterialien also Reifen, Stäbe , Tücher , Bälle, Luftballons, Rasselbüchsen, Decken ... auch Alltagsgegenstände wie Zeitungspapier, Papprollen, Schachteln ... oder Dinge aus der Natur wie Steine, Kastanien, Federn etc. machen vorgegebene oder auch gemeinsam gestaltete Raumstrukturen möglich. Sie schaffen Orientierungspunkte, die im Spiel einbezogen werden. Einmal sollen sie nicht berührt werden, dann wieder sollen sie  als Hindernisse überwunden werden,... All das  im Zusammenspiel  mit der Musik und vor allem mit der nötigen Aufmerksamkeit für die anderen Kinder. „Schafft ihr das, ohne dass sich jemand wehtun muss, oder etwas kaputtgeht?„ ist immer noch ein sehr wirkungsvoller Standardsatz aus meinem Repertoire. Räumliche Struktur lässt sich so auch leicht verändern ohne diese „baulich„ zu verändern.

„Finde, wenn die Musik aus ist einen neuen Platz, den du heute noch nicht hattest!„ lautet dann die Aufgabe. Das bringt Aktion, fördert unter anderem die Entscheidungsfähigkeit und Kooperation mit anderen und regt spielerisch den Willen nach  Abenteuer und veränderter innerer Orientiertheit an.

  • Die psycho- motorische Ebene, körperliche Dynamik:

Die enge Verknüpfung der Bewegung mit Musik schafft  die Möglichkeit, die körperliche Dynamik zu unterstützen und auch zu lenken. Wichtig ist aber auch die „freie„ Bewegung beim experimentieren mit den Spielmaterialien, die dadurch ebenfalls Struktur erfährt. „Was kannst du mit dem japanischen Papierball alles machen ohne dich, andere oder ihn zu verletzen?„

Die Bewegungsdynamik ist ganz anders, wenn das Spielmaterial z.B. Kastanie oder Papprolle heißt. Bewegung im Zusammenspiel mit dem anderen Kind, stellt andere Erfordernisse wie etwa Blickkontakt, Vertrauen, Verantwortung teilen, Teamwork ... läßt aber auch andersartige Bewegung entdecken, kennenlernen und schafft so die Möglichkeit Neues zu probieren.

Und wieder steckt Struktur dahinter, ermöglicht sie zu wachsen die Persönlichkeit zu entwickeln, die Ausdrucksfähigkeit zu erweitern. So kommen die Kinder zu Erfahrungen und Einsichten die in Wechselwirkung mit der psychischen, motorischen und geistigen Entwicklung stehen.

Die Strukturiertheit unserer  dialogisch-künsterlischen Pädagogik bietet Orientierungsmöglichkeit u. –hilfe, sowie eine Atmosphäre der Geborgenheit und Rückhalt für jeden Schritt der zur Bewältigung einer Aufgabe  oder eines Entwicklungschrittes notwendig ist. Und zwar sowohl für eher vorsichtige, zurückhaltende Kinder, wie auch für eher draufgängerische ich betonte Kinder zur Förderung der Wahrnehmung zum „Ich und Wir„ in der Gruppe.

Zu den Stundenbildern, Zyklen und Jahresbögen

Die rhythmischen Stundenbilder werden von uns sorgfältig vorbereitet und deren Verlauf unter Einbeziehung der momentanen Befindlichkeit der Kinder angeleitet. In diesem Tun gibt es mehr und mehr Partner- und Gruppenaufgaben. Damit nähern wir uns dem gestaltenden Bereich und sind  im Wechselspiel zw. eigenen  Ideen (Kunststücke) finden  und vorzeigen und Ideen anderer aus zu probieren, und auch so das Eigene zu erweitern.

So gelangen wir letztlich auch zu kleinen „Kunstwerken„ wie z. B.  dem Turm aus Rasselbüchsen, Stäben und Reifen oder dem „Spürbild„ bei dem die Kinder einander einfache Motive mit den Fingern auf den Rücken malen und das Erspürte auf einem Tuch mit einem Seil geformt wird. Damit bekommt die Anregung sich ins Spiel einzubringen eine weitere reizvolle Facette und das erste schaffensbezogene Mitgestalten von Teilen der Rhythmikstunde durch die Kinder beginnt.

Der Jahresbogen 

Gruppenprozessorientierte Planungen in Form des Jahresbogens

In unserem Rhythmik Studio-Jahr finden pro Kurs 30 Kurseinheiten statt. Diese werden Woche für Woche unter Berücksichtigung der speziellen Gruppensituation der Kinder, deren Bedürfnissen und den aktuellen pädagogischen Phasen, von der Rhythmikpädagogin/dem Rhythmikpädagogen für die Kinder geplant und mit ihnen ins Spiel umgesetzt und gestaltet. Dabei beobachten wir die Entwicklung des Gruppengeschehens in Beziehung auf die vorangegangenen Rhythmikstunden ebenso wie die aktuellen Gegebenheiten und planen so in den wachsenden Jahresbogen hinein.

Der Versuch einen solchen Jahresbogen schriftlich sichtbar werden zu lassen, gestaltet sich schwierig, denn einerseits lässt sich die Lebendigkeit und die Freude am Tun und Beobachten nicht darstellen, andererseits würde die sorgfältige Darstellung aller maßgeblichen Inhalte und Wirkungsbereiche den Rahmen sprengen.

So entschieden wir uns für diese Art der Darstellung des Jahresbogens mit seinen Zyklen, die jeweils mehrere Rhythmikstunden des laufenden Kursjahres beinhalten und die dazugehörenden Stundenthemen und deren Untertitel bzw. den relevanten Kurzanmerkungen, um einen groben Überblick über die Vielfältigkeit eines Jahresbogens zu geben

Die rhythmisch wiederkehrenden Rituale (z.B. Begrüßungslied ...), Spielphasen (z.B. Experimentieren mit dem Material, „Kunststücke“ finden ...) und Phasenwechsel (dynamische Wechsel im Spektrum von Sich-austoben bis Entspannung) mit den pädagogischen Absichten im Hintergrund sind der „Rote Faden“ mit dem die einzelnen Stunden der Stundenzyklen zu einem Jahresbogen verwoben werden. Unsere übergeordneten Ziele mit welchen wir die uns anvertrauten Kinder in der Entwicklung ihrer Gesamtpersönlichkeit fördern sind:

  • Sensibilisierung der Sinne einschließlich Wahrnehmungsdifferenzierung
  • Förderung der Kreativität und der kreativen Intelligenz 
  • Soziales Lernen und  Förderung der sozialen Intelligenz

Die Orientierung an diesen Zielen und der flexible Umgang mit den Teilschritten in deren Richtung im lebendigen Spielverlauf ist es, der neben aller Neugierde der Kinder am Entdecken und dem Spaß am Spielgeschehen, pädagogischen Tiefgang im Gruppengeschehen ermöglicht.