„Stompin‘ Jungle – dieses Kind muss weg!“

  – eine Migrationsgeschichte –

Wer ist fremd?
Wer ist überhaupt Wo fremd?

Geht es uns besser, wenn das Fremde weg und ausgegrenzt ist?
Kann es gelingen in Frieden zusammenzuleben?

Das bekannte Dschungelbuch  – unter anderer Perspektive –  ist eine moderne, ja aktuelle Geschichte: Im Dschungel lebt ein Wesen, das dort nicht hingehört: ein Menschenkind – Mowgli! Lautstark fordert Shir-Khan, der Tiger: „Dieses Kind muss weg!!!“ und setzt so alle Bewohner des Dschungels unter Druck!

Flucht, Assimilation, Freundschaft, Angst vor dem Vertrieben-Werden und befürchtete Bedrohung, aber auch Vertrauen, rücken ins Bewusstsein von Darsteller*innen und Zuschauer*innen. Erstaunlich ist die Erkenntnis, dass alle Gemeinschaften offenbar ganz ähnliche Ängste haben: die Anderen, die Fremden – ihnen ist nicht zu trauen!  Fremd aber ist nur der, mit dem wir keine Verbindung haben, den wir nicht kennen und einschätzen können.

Wie lösen die Dschungelbewohner dieses Dilemma? Wird Mowgli es mithilfe seiner tierischen Freunde und auch den beiden Dschungelforscher*innen, schaffen, die unversöhnlichen Seiten zusammenzubringen?

Das vielfältige Leben im Dschungel, die kurzweiligen aber auch die gefährlichen Erlebnisse, die Mowgli hat, täuschen nicht über die Gefahr hinweg, die droht, darüber sind sich Bagheera, der Panther, und Baloo, der Bär, mit den Wölfen einig. Die unvermeidliche Konfrontation mit Shir-Khan, dem Tiger, mündet in einem wuchtigen Bodypercussion-Rhythmus-Chor, der an den Tiger appelliert, dass es Menschen gibt, die auf seiner Seite stehen, ihn und seine Art als schützenswert ansehen und er somit Mowgli, das Menschenkind, nicht verjagen oder vernichten muss…

Zur künstlerischen Umsetzung im Rahmen des Rhythmicals:
Das Rhythmical „Stompin‘ Jungle!“ ist fast schon ein Musical –  mit Sänger*innen, Schauspieler*innen, Tänzer*innen & Musiker*innen von 6 – 15 Jahren.
Die Choreographien, die Inszenierung des Stoffes, die Dialoge werden von Urd Anja Specht und Gerald Specht den Kindern & Jugendlichen „auf den Leib geschneidert“ und von diesen lebendig und mit großer Spielfreude umgesetzt.
Die  Songs und Balladen von Gerald Specht, gesungen von einigen Kinder und ihm selbst, geben der Handlung ihre emotionale Tiefe. Die Auswahl der jew. Musik für die Choreographien bilden eine große Bandbreite von Klassik über Jazz bis zum Pop und Ethno-Musik. Kostüme & Bühnenbild sind von Urd Anja Specht gestaltet, die auch die Regie führt.

 

Aufführungsort: Theater LaWie, Wien