2023 „Stompin‘ Jungle – dieses Kind muss weg!” – eine Migrationsgeschichte

Wer ist fremd? Wer ist überhaupt Wo fremd? Geht es uns besser, wenn das Fremde weg und ausgegrenzt ist? Kann es gelingen in Frieden zusammenzuleben?

Das bekannte Dschungelbuch  – unter anderer Perspektive –  ist eine moderne, ja aktuelle Geschichte: Im Dschungel lebt ein Wesen, das dort nicht hingehört: ein Menschenkind – Mowgli! Lautstark fordert Shir-Khan, der Tiger: „Dieses Kind muss weg!!!“ und setzt so alle Bewohner des Dschungels unter Druck!

Flucht, Assimilation, Freundschaft, Angst vor dem Vertrieben-Werden und befürchtete Bedrohung, aber auch Vertrauen, rücken ins Bewusstsein von Darsteller*innen und Zuschauer*innen. Erstaunlich ist die Erkenntnis, dass alle Gemeinschaften offenbar ganz ähnliche Ängste haben: die Anderen, die Fremden – ihnen ist nicht zu trauen!  Fremd aber ist nur der, mit dem wir keine Verbindung haben, den wir nicht kennen und einschätzen können.

Wie lösen die Dschungelbewohner dieses Dilemma? Wird Mowgli es mithilfe seiner tierischen Freunde und auch den beiden Dschungelforscher*innen, schaffen, die unversöhnlichen Seiten zusammenzubringen?

Das vielfältige Leben im Dschungel, die kurzweiligen aber auch die gefährlichen Erlebnisse, die Mowgli hat, täuschen nicht über die Gefahr hinweg, die droht, darüber sind sich Bagheera, der Panther, und Baloo, der Bär, mit den Wölfen einig. Die unvermeidliche Konfrontation mit Shir-Khan, dem Tiger, mündet in einem wuchtigen Bodypercussion-Rhythmus-Chor, der an den Tiger appelliert, dass es Menschen gibt, die auf seiner Seite stehen, ihn und seine Art als schützenswert ansehen und er somit Mowgli, das Menschenkind, nicht verjagen oder vernichten muss…

Zur künstlerischen Umsetzung im Rahmen des Rhythmicals:
Das Rhythmical “Stompin’ Jungle!” ist fast schon ein Musical –  mit Sänger*innen, Schauspieler*innen, Tänzer*innen & Musiker*innen von 6 – 15 Jahren.
Die Choreographien, die Inszenierung des Stoffes, die Dialoge werden von Urd Anja Specht und Gerald Specht den Kindern & Jugendlichen “auf den Leib geschneidert” und von diesen lebendig und mit großer Spielfreude umgesetzt.
Die  Songs und Balladen von Gerald Specht, gesungen von einigen Kinder und ihm selbst, geben der Handlung ihre emotionale Tiefe. Die Auswahl der jew. Musik für die Choreographien bilden eine große Bandbreite von Klassik über Jazz bis zum Pop und Ethno-Musik. Kostüme & Bühnenbild sind von Urd Anja Specht gestaltet, die auch die Regie führt.
Aufführungsort: Theater LaWie, Wien

 

2022 Pipino’s Wasserabenteuer

Das RhythmikStudio Wien feierte 2022 sein 30 Jähriges Bestehen und ebenso 20 Jahre Rhythmical.

Der kleine Pipino hat eine ganz besondere Gabe, die Regenmacherin Pelerine mit Tanz und Gesang dazu zu bringen, es regnen zu lassen. Das ganze Dorf blüht und gedeiht, aber manches Mal wird es mit dem Regen auch zu viel und das Heimatdorf versinkt bereits im Wasser…

Pipino muss sein Dorf verlassen und trifft auf Professoressa Turbina, die berühmte Wasserforscherin. Sie erforscht seit Jahren, das Ungleichgewicht von Überfluss und Mangel an Wasser auf der Welt. Klarerweise gilt für sie als Wissenschaftlerin nur, was messbar und wissenschaftlich nachweisbar ist, Pipinos Gabe, Regen herbei zu singen und zu tanzen, erscheint ihr als völlig abwegig. Trotzdem nimmt Professoressa Turbina Pipino in das afrikanische Dorf mit, für welches sie neue Wasserquellen finden soll. Pipino ist erstaunt, wie viel Anstrengungen die Dorfbewohner leisten müssen, um wenigstens die notwendigste Menge an Wasser zu haben. Rasch will er helfen und Regen herbeitanzen, aber was geschieht? Es gibt keinen Regen! Aus der Krise entsteht eine ungewöhnliche Lösung der Wassergewinnung.

Die Geschichte von Pipino zeigt uns, wie wichtig es ist, mit dem wertvollen Gut ‚Wasser‘ umsichtig umzugehen und wie eine ungewöhnliche nachhaltige Wassergewinnung möglich wird.
Die Lösungsmöglichkeiten der Geschichte entspringen der Phantasie und Einsicht der Kinder – ganz nach dem Grundsatz – Visionen entwickeln – Lösungen finden und werden in einer farbenfrohe Inszenierung mit Live-Musik präsentiert.

Das Rhythmical-Ensemble wurde 2002 von Gerald Specht und Urd Anja Specht gegründet. Die jungen KünstlerInnen, aktuell 40 Kinder und Jugendliche zwischen 6-16 Jahren, kommen aus allen Bezirken Wiens, aus allen Schichten, mit verschiedensten kulturellen Wurzeln und alle bereichern unser Rhythmical-Ensemble mit ihren individuellen Fähigkeiten.
Für das aktuelle Rhythmical wurden wieder Kompositionen neu geschaffen, Texte den Kindern auf den Leib geschrieben und gemeinsam Choreographien und Szenen entwickelt, so entsteht ein lebendiges, phantasievolles Musik-Bewegung-Tanz-Theater für Menschen ab 4 Jahren.
Aufführungsorte: Theater LaWie, Wien; Theater AKzent, Wien

 

2021 Die wahre Geschichte von allen Farbe

lüftet in einer Cross-Over-Performance mit Musik-Tanz-Rhythmik-Malerei das Geheimnis von allen Farben  – ihre Wirkungen, Mischungen und Unverträglichkeiten –  und entwickelt sich zu einem rasanten  Musik-Bewegungs-Theater…. jede Farbe hat ein besonderes Temperament und eine unverwechselbare  Charaktereigenschaft.
Das fordernde brüllende Rot, das sich ausbreitet, schnell und wild alles vereinnahmt und glaubt, es könne über alle anderen bestimmen, kommt mit dem Gelb, das es verwirrt, umschwirrt, sich mit ihm vermischt, in unglaubliche Schwierigkeiten.
Das ausgleichende Blau, das sich gerne überall ausbreitet und mit jedem gut Freund sein möchte verliert seine Fassung über das kreischende und überlaute Orange. Das sprunghafte Gelb verwandelt sich durch das ausgeglichene Blau zum trägen, gemütlichen zufriedenen Grün. Aber auch die Verbindung vom dominanten Rot und dem sanften Blau lässt das interessante wankelmütige Violett entstehen. Aber was nun, wenn alle Farben aufeinandertreffen? Wer kann sich durchsetzen?
Und was ist mit dem Weiß, welche Rolle spielt das Weiß für die Farben?
Ohne Hilfe des Weiß gäbe es also keine leuchtenden Farben mehr – das Weiß kennt die Lösung zur Rettung.
Im Lied „das Weiß“, komponiert von Gerald Specht, zeigt das Weiß den Weg, den Farbenkreis, wie die Farben nebeneinander leuchten können ohne sich zu stören.
Die Musik-Tanz-Malerei-Performance zeigt am Ende eine Leinwand, die das Geschehen der gesamten Geschichte festhält.
Die 6 Rhythmical-Gruppen und die Rhythmical-Band (insgesamt 40 Kindern und Jugendliche) zeigen die rasante Entwicklung der Geschichte: Rhythmisch-musikalisch, metrisch, szenisch und darstellerisch werden die Farben sichtbar, bewegt, hörbar und dramatisiert.
Die dafür entwickelten Choreographien und dafür eingesetzten Instrumente und Materialien verwandeln für den Zuschauer die Farben in lebendige Bilder. Dieses Stück führt dem Zuschauer auf wunderbare und eindrückliche Weise vor Augen, wie Farben entstehen, aber auch verschwinden können.
Aufführungsort: Theater LaWie, Wien

 

2020 „Der Große Musik-Deal – Musik in Gefahr“

Ein großer internationaler Deal hat zur Folge, dass alle Rechte an Musik verkauft wurde und niemand mehr privat Musik erfinden, machen oder gar hören darf, was für die Menschen überraschend unangenehme Folgen hat.

Ein im Untergrund lebender Komponist hat jedoch treue Freunde, die ihm helfen, die  einzige Chance zu nutzen, diesen Deal rückgängig zu machen:
Sie suchen sorgfältig einen Hinterhof aus, wo nachmittags immer viele Kinder und Jugendliche ihre Freizeit verbringen. Dort wird eine große alte Holztruhe aufgestellt, versehen mit den letzten heimlich aufbewahrten Musikstücken und einigen für die Kids interessanten Spiel-Materialien wie Seile, Bälle, Stäbe, Boomwhackers etc.

Die Freunde des Komponisten setzen auf die Neugier und Experimentierbereitschaft der Kids und so formulieren sie ein Rätsel, das die Kinder auf die Spur bringen kann, das Codewort zu finden, mit dem der große Deal rückgängig gemacht werden kann.

Werden die Kinder die jeweilige Musik mit dem richtigen Spielmaterial zusammenbringen und deren gemeinsame Qualitäten erkennen und benennen können?

Aufführungsort: Theater LaWie, Wien

 

2019 „Traumsammler – eine musikalisch-philosphische Erzählung“

Die kleine Cécile träumt gerne und viel und vor allem: ganz besondere Dinge.

Ihr Großvater hilft ihr dabei, ihre Traumerzählungen aufzuschreiben, denn es ist nicht leicht, sich genau an seine Träume zu erinnern, diese zu erzählen oder sie gar zu sammeln. Als Cécile etwas älter wird, schenkt Großvater ihr ‚Das Traumsammelbuch’, denn nun kann sie ihre Träume selbst aufschreiben. Gleich auf der ersten Seite des Buches findet sie seinen Eintrag:

„Träume offenbaren unsere innere Wahrheit“ von Else Pannek (Dichterin)

Was bedeutet das für Cécile?Zunächst hat Cécile keine Idee, was dieser Spruch mit ihr und ihren Träumen zu tun haben könnte, was sich allerdings rasch ändert, als ihr Traumsammelbuch plötzlich verschwunden ist. Sie weiß, dass Träume auch in die Zukunft weisen können. Verliert sie nun ihre Träume, ihre Zukunft? Kann man denn Träume stehlen?

Die Geschichte von Cécile lädt junge und junggebliebene ZuschauerInnen ein, in die weite Welt zwischen Traum und Wirklichkeit, Vision und Erfahrung einzutauchen und spiegelt auf den unterschiedlichsten Alters-Ebenen die damit verbundenen Entwicklungen der Träume und deren Bedeutung wider. Denn auch Cécile wird älter und will immer mehr über das Träumen wissen…

Aufführungsort: Festsaal GRG3 Radetzkystraße

 

2018

  • „Swimmy und das große Meer“

  • „lass mich (nicht)los!“

  • „Special Art Act“

  1. „Swimmy und das große Meer“ (nach dem Kinderbuch-Klassiker von Leo Lionni) ist das Rhythmical der 6-12 jährigen Kinder, in dem es um Solidarität geht, die Kleinen tun sich zusammen und schützen sich vor den Großen. Eine Wiederaufnahme des Rhythmicals von 2005 und 2011: Swimmy, der kleine Fisch, der sich von seinen Schwarm-Kollegen durch zwei Besonderheiten unterscheidet – er sieht anders aus und kann auch schneller schwimmen – überlebt den Großangriff des Thunfisch! Ganz allein schwimmt er weiter ins große Meer und lernt dort die verschiedensten Lebewesen kennen. Zunächst traurig und vorsichtig, bemerkt er mit der Zeit, dass die anderen Tiere ihm nichts Böses wollen und wie schön die Freiheit ist, im offenen Meer zu schwimmen. Als Swimmy wieder einen Schwarm seiner Art trifft, möchte er diese ermutigen, ebenfalls ihre Welt zu erweitern. Damit das gefahrlos gelingen kann, hat Swimmy eine gute Idee…
  2. „Lass mich (nicht) los!“ ist das zeitgenössische Rhythmical-Tanz-Stück der 12-14 jährigen Jugendlichen, indem sie dem Phänomen Gruppe & Individualität, Gruppen-zwang und Ausgrenzung nachgehen und selbst szenisch, musikalisch und tänzerisch gestalten. Wie umgehen mit Konformität? Wie sich gegen unfaire Forderungen stellen und das Risiko der Ausgrenzung eingehen? Es entstehen Ideen und Situationen, die auch Grenzen überschreiten, Grenzen der einzelnen Gruppenmitglieder ebenso, wie auch die Grenzen des Erlaubten. Was tun, wenn es chic ist, sich den Kick zu holen mit einer Mutprobe – egal wie leichtsinnig oder gefährlich? Was, wenn jemand aus der Clique ausschert, nicht alles mitmachen möchte – Gewissen oder Hemmungen zeigt? Eine überaus spannende Story, die sowohl in die Abgründe der Individualisierung in der Zeit der Pubertät Einblick gibt, als auch die Diskussion anregt, wie damit in der Gesellschaft umgegangen werden kann.
  3. SpecialArtAct ehemaliger Mitglieder des Rhythmical-Ensembles: Louisa Specht gestaltet mit ihrer Band und ehemaligen Mitgliedern des Rhythmical-Ensembles einen Mulitmedialen Abend:
    Als „Roter Faden“ leiten die Songs von Louisa Specht und ihrer Band durch den Abend, belebt und erweitert von Schauspiel-Monologen, Gedichten und eine Tanzimprovisation.Louisa Specht führt mit ihrer Band  ihre Lieder und Songs wie einen „roten Faden“ durch den Abend, belebt und bereichert von Schauspiel-Monologen, Gedichten und einer Tanzimprovisation.
    Louisa Specht, war aktives Rhythmical-Ensemble-Mitglied von 2003 – 2011, seit 2016 im Rhythmical-Lehrer-Team, studiert Jazz-Gesang
    Daniel Allison, aktives Rhythmical-Ensemble-Mitglied von 2003 – 2010, studiert Jazz-Geige
    Johanna Klugsberger Schauspielerin, war aktives Rhythmical-Ensemble-Mitglied von 2007 – 2008
    Silvia Schwinger aktives Rhythmical-Ensemble-Mitglied von 2006 – 2010, studiert Schauspiel

Aufführungsort: Theater LaWie, Wien